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- Wilhelm Grönke -

Ein Matrose verpasst seinen Zug

Wilhelm Grönke aus der Landgrafenstraße in Bockenheim zog 1914 freiwillig in den Ersten Weltkrieg und erlitt bereits im November 1918 eine schwere Kriegsverletzung, die seinen dauerhaften Einsatz im Feld unmöglich machte. Er wurde Marineapplikant in Wilhelmshaven und verbrachte viel Zeit zur Genesung bei einem Onkel in Davos, dort sah er Lenin und den Zimmerwalder Kreis und trat der deutschen Friedensgesellschaft bei.

Als er im November 1918 dann nach Wilhelmshaven zurückbeordert wurde, verpasste er seinen Anschlußzug und besuchte seine Familie bis die Revolution kam.

Während der Revolutionszeit war er Zugführer und politischer Kommissar bei den Roten Matrosen, als ihm 1924 deswegen der Prozess wegen Landesverrats gemacht wurde floh er nach Straßburg und kehrte erst 1945 zurück.

 

Samstag, 02.02.2018, 14:00 Uhr,

Treffpunkt Eingang Gutleutkaserne

Gutleutstraße 136

Dauer ca. 2 h

 

https://www.krfrm.de/projekte/route-der-industriekultur/winterprogramm-2017-18/

Diese Kirche, in den späten 1920ern im modernen Stil gebaut, sollte eigentlich etwa 1917 in Marburg eingeweiht werden, wenn es nach der Kirchenvereinsgründerin Hedwig Dransfeld gegangen wäre. Sie sollte eigentlich Ausdruck der Dankbarkeit dafür sein dass das deutsche Hinterland bis dahin von den Greueln des Grabenkrieges verschont geblieben war.

Im zur Kirche dazugehörigen Innenhof konnte man gegen Spende den Namen eines gefallenen Familienmitglieds verewigen lassen, die Kirche ist deswegen als nationales Kriegerdenkmal einzustufen, denn der "Frieden" im Wort Frauenfrieden bezog sich allein auf die heil gebliebene Welt daheim, und die Kirche wurde auch nicht exakt Richtung Osten ausgerichtet, nein, die Marienstatue blickt in Richtung Osten exakt auf die Marienburg der Deutschritter in Posen, die zentraler Bestandteil preußisch-völkisch-deutscher Mythen ist.


Im Keller befinden sich übrigens Malereien der im 3. Reich illegalen katholischen Pfadfinder, die sich dort konspirativ trafen um gegen Hitler aktiv zu sein.

Insofern ist sie der perfekte Ort um sich mit der "nationalen" Vergangenheit dieses Landstrichs auf diesem Erdball auseinanderzusetzen.


Die Sanierung und Wiederinstandsetzung dieser vor dem Zweiten Weltkrieg bunten, nicht grauen, Kirche zieht sich nun schon einige Jahre. Man hatte ursprünglich befürchtet dass der Untergrund zu schwach für das gewaltige Gebäude sei, als man nun den Bodenbelag der Kirche entfernt hatte stellte sich heraus dass die Platanen neben der Kirche sich darunter festgehalten haben.

Anscheinend gibt es keine andere Möglichkeit als die Platanen zu fällen.



"Wer sich die freigelegten Wurzeln ansehen möchte, kann am Sonntag, 3. Februar, um 12.30 Uhr zu einer öffentlichen Besichtigung der Baustelle kommen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig." (FR)


https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurthessen-sanierung-frauenfriedenskirche-verzoegert-sich-11431090.html

https://www.fr.de/frankfurt/aggressive-wurzeln-11440732.html

 

Sonntag 03.02.2019, 13:00 Uhr,


Treffpunkt Eingang Frauenfriedenskirche,


Zeppelinallee 101


ca. 1h


- Die Frauenfriedenskirche -

eine Graswurzelrevolution der besonderen Art

Wer sind wir

Wir sind der Verein für Arbeitergeschichte e.V. und interessieren uns für die Arbeitergeschichte in Frankfurt am Main aller Zeiten, aber vor allem die nach den Jahren 1840, in der die Industrialisierung begann unendlichen Luxus und Bequemlichkeit für den Menschen möglich zu machen; dieser soziale Fortschritt, dessen gerechte Verteilung immer wieder neu erkämpft werden muss.


Um das Gedächtnis an diese Kämpfe zu wahren veranstalten wir größtenteils Stadtführungen zur Industrie- und Arbeitergeschichte, aber auch Vorträge und Ausstellungen, desweiteren denken wir über den Aufbau einer kleinen Bibliothek der Arbeitergeschichte nach, für die wir noch günstige Räumlichkeiten suchen.

Mitforscher gesucht !



Wir sind kleiner Verein, der zur Überalterung neigt. Wir freuen uns daher über jeden geschichtlich interessierten, der sich bei uns einbringen möchte.


Studenten der neueren Geschichte die eventuell eine Arbeit zu einem Thema aus unserem Bereich erstellen wollen, sind uns doppelt willkommen, wir werden Euch nach Möglichkeit unterstützen.


Name: Uli Weiß

Verein für Arbeitergeschichte e.V.

Alexanderstraße 44

60489 Frankfurt am Main

Telefon: 0176-60968468

Email: uli@geschichtederarbeiterbewegung.net

Bildquelle:

Institut für Stadtgeschichte

Frankfurt am Main